Ich bewege mich im Netz des Lebens. Je mehr ich lerne, die Verbindung zur Welt zu spüren, desto mehr lerne ich, mich gleichzeitig sicher zu fühlen und mich neu ausrichten zu können.

Ich habe in den letzten 15 Jahren viel in Rostock gewirkt und mich an verschiedenen „Projekten“ beteiligt. Darunter ein Dachverband für Rostocker Wohnprojekte, mehrere gemeinschaftliche Wohnprojektgruppen, eine solidarische Backstube und eine freie Lastenradinitiative. Im Rahmen meiner IT-Tätigkeit sind teils regionale, teils überregionale Projekte wie die Software grouprise mit der Plattform Stadtgestalten Rostock, das Commoning System und turtlemail entstanden (Projekt Freies Software Labor).

Seit einiger Zeit strecke ich vorsichtig meine Fühler in Richtung gemeinschaftlicher Strukturen außerhalb Rostocks aus. Mit dem Kollektivbetrieb rokoli bleibe ich (noch) mit der IT verbunden, mit der Saatgutgärtnerei saatje in Rostock. Gleichzeitig öffnet sich eine Tür zu einem neuen Thema: Saatgut. Mehrere Menschen aus meinem Umfeld geben mir das Gefühl, dort gerade sinnvoll beitragen zu können, und so arbeite ich neben saatje auch im solidarischen Samenbauverbund teilsam mit.

Die Grundlage meines Tätigseins bildet meine Verbindung mit der Welt, insbesondere mit den Menschen, die mit mir leben; darunter meine Patchworkfamilie und meine nahen und entfernten Beziehungen. Viel Zeit widme ich der Arbeit mit mir selbst, meinen engen Beziehungen, der Care-Arbeit und dem Pflegen von Freundschaften und Lebensnetz.

Im besten Fall erlebe ich mein Zeitverbringen als spielerisches Tätigsein, als Gemeinschaffen zwischen Begeisterung, Lust, Verantwortung und Notwendigkeit. Mit allen Konflikten, die diese Haltung im Hier und Jetzt mit sich bringt.