Ich bin seit 35 Jahren mit dabei, kleinere gesellschaftliche Alternativen zu entwickeln und mit anderen zusammen auszuprobieren, wie sie sich anfühlen. Das braucht Geduld, Frustrationstoleranz, die Hoffnung, Gesellschaft positiv verändern zu können, und Vieles mehr.

Ich habe den Eindruck, dass die Krisen mehr geworden sind. Ich muss mir eingestehen, dass „wir“ die Welt nicht so stark verändern konnten, wie ich mir erhofft hatte. Manches ist schlimmer geworden. Und manches ist besser geworden. Auch wenn sich meine Hoffnungen so nicht erfüllt haben, möchte ich dazu beitragen, dass das, was sich zum Positiven entwickelt, weiter entwickelt, dass es mehr wird. Was immer das Positive auch bedeuten mag.

Das Risiko, dabei auszubrennen, ist hoch. Ich achte darauf, dass mir das nicht passiert. So gehe ich einer Lohnarbeit nach, die mir auch Spaß macht, um genug Geld zu haben, um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Was übrig bleibt, gebe ich weiter. Das Geld verdienen müssen hält mich aber auch davon ab, mich mit mehr Energie für „den Wandel“ einsetzen zu können. Das macht mich manchmal ganz nervös.

So erhoffe ich mir auf diesem Wege Menschen zu finden, die etwas übrig haben. Menschen, die das Übrige – was immer es auch ist – weiter geben wollen. An Menschen, die gerne mehr dazu beitragen würden, dass sich etwas zum Positiven (s.o.) hin entwickelt, die das aber nicht richtig können, weil sie einer Lohnarbeit nachgehen müssen. Ob dann das, was übrig ist, bei mir ankommt, oder bei Anderen, ist mir dabei nicht so wichtig.

Wie du mich und meine Projekte unterstützen kannst, findest du hier.